Brittipoppers – the greatest tribute to Britpop 

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…warum wir 15 Jahre nach erscheinen des Oasis´ Meilenstein “Defenitely Maybe” immer noch die Fahne hochhalten.
Wir schreiben das Jahr 1994. In einer furchtbaren Zeit, in der fast ganz Europa mit “Euro-Dance” ala Dr. Alban, 2 Unlimited, Ace of Base, DJ Bobo und jeder Menge “Sing Halleluja”  wortwörtlich terrorisiert wird, erscheinen fünf rüpelhafte, durch Manchesters übelstes Arbeiterviertel geprägte junge Männer auf der musikalischen Bildfläche.
Mit einem Gitarrensound, den es seit dem Ende von “The Clash”, gegen Anfang der Achtziger,  so in Europa nicht mehr gegeben hat, holen Oasis zum internationalen Befreiungsschlag gegen oben genannte musikalische Terroristen aus. Mit der Intension, die größte Band der Welt zu werden, machen sich Oasis auf den Weg und geben dadurch Millionen von Menschen eine lang ersehnte musikalische Heimat.

Zugegeben, das eine Band eine ganze Generation geprägt hat, war in fast 60 Jahren Rock`n`Roll Musik schon öfters der Fall. Angefangen in den Sechzigern mit den Beatles, die daran anknüpfende Hippiebewegung in den Siebzigern mit Jimi Hendrix, den Doors und vielen anderen Legenden. Die Sex Pistols fungierten als Protagonisten der ebenso einschlägigen Punkbewegung in den späten Siebzigern bis Anfang der Achtziger. Dann kam der Pop, den Bands wie New Order oder auch die nicht unbekannten Police durch den auslaufenden New Wave einläuten. Plötzlich vermischt sich alles mit allem. Nicht nur musikalisch, auch die Mode wird gemischt und bis auf die Spitze der Vorstellungskraft getrieben.
Anfang der Neunziger hat es sich dann plötzlich “ausgepopt”. Die kunterbunte heile Welt der Popmusik räumt den Platz für rohen, ungeschliffenen aber vor allem ehrlichen Sound. Nirvana setzen mit Grunge auf die Überholspur über und treffen mit ihrem lauten und nach Aufruhr schreiendem Sound exakt den Nerv von Millionen, bis dato orientierungslosen, von Zweifeln und  Zukunftsängsten geplagten Jugendlichen. Die so genannte “Generation X” war geboren. Glückseligkeit und Zufriedenheit waren OUT, Holzfällerhemden und eine selbstzerstörerische Lebensführung IN. 1994 nimmt sich Kurt Cobain das Leben, wird zur ewigen Legende und eigentlich erst nach seinem Tod für die meisten Leute zu einem Begriff.
 
Aber was hat das Ganze mit Oasis und einer der letzten, (meine Meinung) noch notwendigen Musikrichtungen zu tun: dem Britpop? Was ich, ganz genau ich, mit den letzten 50 Zeilen zum Ausdruck bringen wollte ist, dass jede Generation ihre eigenen Helden hat. Im Grunde steckt auch hier schon die Antwort auf das “Warum” und das “Ich”. Die eigenen Helden, jene Menschen die jedem einzelnen von uns (wenn man sich eben durch Musik definiert) das Gefühl von Verständnis und Zugehörigkeit geben.

Mir hat Oasis  1996  eine Identität gegeben. 7. bis 8. Klasse Realschule. Als unschuldiger Junge vom Land komm ich in eine Schule nach Amberg. Man versucht Anhang zu finden und das geht meistens ganz schnell indem man alles gut findet, was die meisten gut finden. Ob einem das persönlich nun gefallen hat oder nicht war sekundär, da es ja darum ging den Anschluss an das coolste Pausenhof-Kollektiv nicht zu verlieren. Man kauft sich die gleichen Klamotten, man findet die Typen doof die alle doof finden und man hört die Musik die gerade angesagt ist. Das klingt jetzt alles nach einem sehr weinerlichem und ängstlichem Typen der keine eigene Meinung und noch weniger Selbstvertrauen hat. Das alles ändert sich aber schlagartig nachdem ich zum ersten Mal ein Foto in einer Musikzeitschrift von Oasis sehe: “Boahh ey, geile Frisur!!!” das waren die magischen Worte, durch welche dann mein musikalischer Werdegang seinen Anfang nahm.
Vorbei war die Zeit,  in der ich in der einen Woche Anhänger des Grunge, in der anderen Punk und in der Woche darauf ein Hip-Hoper war (wie gesagt, um den Anschluss an das Kollektiv nicht zu verlieren).

Ich war “Britpoper”. 
So ließ ich mich dann auch auf dem Jahresfoto der 7. Klasse ablichten: Arme hinterm Rücken und ein unglaublich doofer (der eigentlich arrogant wirken sollte) Gesichtsausdruck.  Zugegeben, äusserlich war ich lange Zeit noch keiner, die Haare wollten einfach nicht so recht. Aber mein Modebewusstsein hat sich zunehmend verändert. Sneeker, Jeans und eine wie damals von Oasis propagiertes Karohemd mit dazu passender, parker-ähnlicher Jacke. 
Klar gibt es Bands die musikalisch und lyrisch einiges mehr zu bieten haben. Doch war es für mich im Grunde immer die Einfachheit mit der Oasis die Sache auf den Punkt bringt.
Oasis singen über das Leben, die Liebe uns alles andere was sich im Laufe der Zeit so abspielt, jedoch völlig ohne Kitsch und immer mit absoluter Überzeugung.  Klare Songstrukturen, einschlägige, gut klingende Wörter, verpackt in einer alles für sich einnehmenden Melodie, gepaart mit einer Authentizität die das Ganze erst zu Oasis macht.
Und eben gerade diese Authentizität, diese Ehrlichkeit, dieses sich selbst treu bleiben und sich für nix und niemandem verbiegen, hat mich wohl am stärksten beeinflusst und habe ich auch so bei einer Band nicht mehr verspürt. Mit diesem Drang habe ich angefangen zu singen.  Das ist der Grund warum ich fünfzehn Jahre nach erscheinen von “Rock´n´Roll Star” immer noch glücklich darüber bin, diese und andere Hymnen einer Generation spielen zu können. Ganz recht, spielen zu können. Denn dass es in einer doch eher kleinen Kleinstadt wie Amberg fünf andere “mutige” Musiker gibt, die diese “Randgruppen”- Leidenschaft mit mir teilen macht mich schon sehr stolz. Allem voran der Bandname “Brittipoppers”, der beim ersten mal hören schon fast durch seine Dämlichkeit provoziert.

Aber das ist Britpop eben auch: polarisierend

So what´s the story?

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